DIE 17 UNESCO-WELTKULTUR-ERBESTÄTTEN IN ENGLAND

Im Vereinigten Königreich befinden sich insgesamt 31 Orte, die in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurden. 17 davon liegen in England und davon sind schon allein zwei Sehenswürdigkeiten, nämlich der Tower of London und der Palace of Westminster mit der Westminster Abbey, in der britischen Hauptstadt London zu finden. Außerdem befinden sich die Royal Botanic Gardens, Kew ganz in der Nähe von London und auch Maritime Greenwich ist nur einen Katzensprung von London entfernt und gar mit der Docklands Light Railway oder der U-Bahn zu erreichen. Zu allen anderen UNESCO-Stätten muss man etwas weiter schweifen.

BATH

1988 wurde die Altstadt von Bath in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Und es ist kein Wunder. Wer einmal dort war weiß, dass man von einer imposanten Sehenswürdigkeit zur nächsten spaziert. Zunächst einmal sind da die beeindruckenden römischen Bäder. Sie werden sogar als die bedeutendsten Überreste aus römischer Zeit nördlich der Alpen angesehen! Aber auch die Architektur der Stadt an sich, die im 17. Und 18. Jahrhundert ein neues Bild erhielt, als die Stadt sich zu einem eleganten Badeort im Land aufschwang, waren bedeutende Kriterien. Die Gebäude scheinen einerseits perfekt mit der sie umgebenden Landschaft zu verschmelzen, passten andererseits aber auch zu den älteren bereits vorhandenen Gebäuden und geben so bis heute ein harmonisches Stadtbild. Die Gebäude und die imposanten Plätze des Royal Crescent und  The Circus sind Beispiele für die Ideen großer Architekten wie John Woods und Robert Adam und zeugen vom Einfluss, den wiederum die Ideen des großen italienischen Architekten der Renaissance, Andrea Palladio, auf sie hatten - so die offizielle Erklärung der UNESCO.

 

Wer mehr über die Sehenswürdigkeiten in Bath lesen möchte, der findet weitere Informationen bei den England Notes unter diesem Link.

Die 17 UNESCO-Weltkulturerbestätten in England: Bath
Die römischen Bäder bzw. The Kings and Queens Bath in Bath

BERGBAUGEBIET VON CORNWALL UND WEST DEVON

In Cornwall sowie im westlichen Teil von Devon wurde schon über Jahrhunderte hinweg Bergbau betrieben. Bereits in der Antike war Cornwall wichtiger Lieferant für Zinn. Im 18. Und 19. Jahrhundert wurde die Gegend nun zu dem wichtigsten Bergbaugebiet für Zinn und Kupfer. Die sich anbahnende industrielle Revolution führte zu einer vermehrten Nachfrage nach diesen Rohstoffen in den Fabriken, aber auch für die Schifffahrt und damit für Großbritannien als Seemacht waren sie wichtig. Der Bergbau veränderte dauerhaft das Bild der Landschaft. In unmittelbarer Nähe zu den Minen entstanden Siedlungen, Gemeinden wurden gegründet und für den Transport der abgebauten Rohstoffe wurden schließlich im 19. Jahrhundert Bahnlinien gebaut. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war der Bergbau wichtiger wirtschaftlicher Motor der Region.

 

Doch Ende des 20. Jahrhunderts war schließlich nicht nur der Vorrat der Minen erschöpft, sondern in anderen Regionen der Welt, d.h. vor allem in Asien und Südamerika konnte Kupfer und Zinn günstiger abgebaut werden, so dass die Minen in Cornwall und West Devon nach und nach geschlossen wurden. Heute sind die stillgelegten Minen jedoch wichtige Zeugnisse der jahrhundertelangen Bergbautradition und ihres wichtigen Beitrages zur Entwicklung der Region, ja des ganzen Landes. Sie stehen für technische Errungenschaften, die auch andere Minen weltweit nutzten und für die sie einst Vorbild waren. So wurde die Bergbaulandschaft von Cornwall und West Devon im Jahr 2006 auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO gesetzt.

 

Bei den England Notes findet man weitere Informationen zu Cornwall unter diesem Link und weitere Informationen zu Devon unter diesem Link.

BLENHEIM PALACE

Der grandiose Blenheim Palace befindet sich in Woodstock in der Grafschaft Oxfordshire. Bis heute ist Blenheim Palace Familienbesitz und befindet sich inzwischen im Besitz des 12. Duke of Marlborough. Er ist das größte Privathaus im ganzen Land. Er wurde es als Dank an John Churchill erbaut, den 1. Duke of Marlborough, für seine Verdienste bei der siegreichen Schlacht in Blindheim an der Donau während des Spanischen Erbfolgekrieges. 

 

Errichtet wurde Blenheim Palace im Baustil des Barock. Nicht nur das Äußere des Palastes sind beeindruckend und ein glanzvolles Beispiel jener Epoche. Auch das Innere von Blenheim Palace beeindruckt durch die Wandmalereien und den Dekor, die einen hervorragenden Eindruck der Kunst jener Zeit vermitteln. Umgeben wird der Palast von einem beeindruckenden Park, bei dessen Anlage man sich an dem Park von Versailles orientierte. In den vergangenen Jahrhunderten wurde er jedoch wiederholt umgestaltet; u.a. von einem von Englands wohl berühmtesten Landschaftsgärtnern, Lancelot Brown, auch Capability Brown genannt.

 

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite von Blenheim Palace unter:

https://www.blenheimpalace.com/

Blenheim Palace, Woodstock, Oxfordshire, OX20 1PP

CANTERBURY CATHEDRAL

Eigentlich sind es drei verschiedene Stätten in Canterbury, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Zunächst einmal wäre da die prachtvolle Kathedrale von Canterbury. Sie ist der Sitz und das Herz der anglikanischen Kirche. Des Weiteren zählt St. Augustines Abbey dazu. Das Kloster wurde einst vom Benediktinermönch Augustinus, der das Christentum nach England brachte, gegründet. Sie war das erste Kloster auf britischem Boden.  Ebenfalls aus dieser Zeit stammt die St. Martin’s Church. Sie ist die älteste Kirche ganz Englands. Die drei Stätten wurden einerseits aufgrund ihrer Bedeutung für die Entwicklung des Christentums auf britischen Boden in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Andererseits haben sie eine große spirituelle Bedeutung als Pilgerort und waren über die Jahrhunderte hinweg stets ein Ort der Gelehrsamkeit schlechthin. 

 

Wer mehr über die Sehenswürdigkeiten in Canterbury lesen möchte, der findet weitere Informationen bei den England Notes unter diesem Link.

DERWENT VALLEY MILLS

Im Derwent Valley in Nordengland sind bis heute mehrere Baumwollfabriken aus dem 18. Und 19. Jahrhundert in ihrem Originalzustand erhalten. Sie erstrecken sich entlang des Flusses Derwey, denn im 18. Jahrhundert nutzten Textilfabriken Wasserkraft für die Produktion. Als im 19. Jahrhundert neue Technologien entwickelt wurden, konnten Textilfabriken auch fernab von Flüssen gebaut werden und dort produzieren. Dies führte eben glücklicherweise dazu, dass der Originalzustand der Gebäude, die im Derwent Valley im 18. Jahrhundert errichtet wurden, bis heute erhalten ist.

Die erste kleinere Textilfabrik, eine Seidenmühle, bzw. im Englischen „silk mill“, wurde hier schon 1721 von den Brüdern John und Thomas Lombe errichtet. Es war das erste Mal, dass eine Fabrik mitten in einer bisher nur landwirtschaftlich geprägten Gegend errichtet wurde, ein Ort, an dem eine größere Anzahl von Menschen arbeitete, so wie es das bis dahin noch nie gegeben hatte. Doch erst die Erfindung von Richard Arkwright, der eben Wasserkraft und Mühlräder zum Spinnen von Baumwolle nutzte und damit das Ende der Produktion mit dem manuellen Spinnrad einleitete, ermöglichte eine Produktion in dem Ausmaße, wie sie für die industrielle Produktion dann typisch wurde. Das war der Anfang des modernen Fabriksystems, das sich nicht nur in England, sondern schließlich eben auch weltweit durchsetzen sollte.

 

Doch nicht nur die Fabriken sind heute erhalten. Auch die Unterkünfte der Arbeiter, die damals errichtet wurden, sind bis heute erhalten geblieben und sind einzigartige Zeitzeugen jener enormen Veränderungen, welche die industrielle Revolution für die Menschen damals brachte. Die UNESCO-Stätte des Derwent-Valley, erstreckt sich über mehrere Ortschaften entlang des Flusses über eine Strecke von 24 Kilometern, zu denen hauptsächlich die Orte Belper, Cromford, Darley Abbey und Milford gehören.

 

Das Derwent Valley, das sich in der heutigen Grafschaft Derbyshire befindet, wurde 2001 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

    

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite unter:

http://www.derwentvalleymills.org/

DURHAM CASTLE UND CATHEDRAL

Der kleine Ort Durham befindet sich in der gleichnamigen Grafschaft im Norden Englands, nicht weit von Newcastle entfernt. Die zur Zeit des Übergangs vom romanischen zum gotischen Baustil errichtete Kathedrale ist die erste europäische Kirche mit einem durchgehenden steinernen Kreuzrippengewölbe. Mit dem Bau der Kathedrale begann man im Jahr 1093, um die Reliquien des heiligen Cuthbert und des ehemaligen Mönchs Beda Venerabilis hier aufzubewahren.

 

Mit dem Bau des Schlosses, Durham Castle, begann man 1072. Es wurde auf den Überresten einer alten normannischen Festung erbaut, die man einst als Schutz gegen Übergriffe der Schotten errichtet hatte.

 

In Durham befindet sich auch die Nummer 3 unter den Eliteuniversitäten des Landes, University College Durham, jener Liste, die von Oxford und Cambridge angeführt wird.

Weitere Informationen findet man unter:

https://www.durhamworldheritagesite.com/architecture/castle

https://www.durhamcathedral.co.uk/

HADRIAN'S WALL

Ganz im Norden Englands an der Grenze zu Schottland befindet sich die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit Großbritanniens aus römischer Zeit: Hadrians Wall. Sie erstreckte sich einst mit einer Länge von circa 110 km über die gesamte Breite der Insel von Ost nach West. Der römische Kaiser Hadrian, nachdem sie benannt wurde, ließ die Mauer in den Jahren 122 bis 132 n. Chr. erbauen. Sie sollte als Schutz gegen die immer wieder in die römische Provinz Britannica einfallenden schottischen Stämme dienen. Die Mauer war damals circa 4,6 Meter hoch und 3 Meter breit. Heute sind noch die Überreste der Mauer, und die Überreste der Grundmauern der Wachtürme und Festungen zu sehen, welche die Römer einst entlang der Mauer errichteten. Einzelne Reste der Mauer erstrecken sich heute von Wallsend im Osten des Landes bis Bowness-on-Solway im Westen.

 

Eine Karte über die Sehenswürdigkeiten entlang der Mauer kann man unter folgendem Link herunterladen:

http://hadrianswallcountry.co.uk/sites/default/files/Hadrians%20Wall%20Map%20leaflet%20420x792mm.pdf

 

Informationen zum Hadrian’s Wall Path, den man entlang der Mauer spazieren kann, findet man unter:

https://www.nationaltrail.co.uk/hadrians-wall-path

IRONBRIDGE GORGE

In nordwestlicher Richtung von Birmingham, in der Grafschaft Shropshire, befindet sich der Ort Ironbridge. Seinen Namen erhielt er von der gleichnamigen Brücke. Sie führt über den Fluss Severn, der hier durch das Tal fliest. Sie ist die erste Eisenbrücke, die jemals gebaut wurde und damit ein wichtiges Stück Geschichte zu Beginn der industriellen Revolution. Das Flusstal, das früher Severn Gorge hieß, benannte man mit dem Bau der Ironbridge, die 1779 fertiggestellt wurde, in Ironbridge Gorge um.

 

Weitere Informationen findet man auch auf der Webseite der Ironbridge Gorge Museen, den 10 Museen, die man in Ironbridge besuchen kann,  unter:

https://www.ironbridge.org.uk/

Ironbridge, Telford, Shropshire, TF8 7DQ

KÜSTE VON DORSET UND EAST DEVON

Entlang der Küste von Dorset und dem östlichen Teil von Devon erstreckt sich eine Gegend, die als Jurassic Coast bekannt ist. Seit 2001 ist sie der erste und bisher einzige Ort in Großbritannien, der als Weltnaturerbe der UNESCO unter Schutz steht. Das Gebiet erstreckt sich über eine Strecke von circa 155 km, die im Westen von Exeter in der Grafschaft Devon bis nach Studley Bay in der Nähe von Poole bzw. Bournemouth im Osten in der Grafschaft Devon reicht.

Der Küstenabschnitt, der wirklich spektakulär ist und zu langen Spaziergängen und Wanderungen einlädt, ist aus geologischer Sicht ganz besonders interessant. Hier kann man die Entwicklung der Erde über einen Zeitraum von 185 Millionen Jahren nachverfolgen. Durch Erosion kann man heute in den Felsen und Buchten, die sich herausgebildet haben, verschiedene Gesteinsschichten aus Millionen von Jahren erkennen. Oft genug wurden auch schon auf Spaziergängen Fossilien entdeckt! 

 

Bei den England Notes findet man weitere Informationen zu Dorset unter diesem Link und weitere Informationen zu Devon unter diesem Link.

LAKE DISTRICT

Der Lake District ist einer der zehn Nationalparks von England. Er gehört seit Juli 2017 zum UNESCO Weltkulturerbe. Tiefe Täler und hohe Berge und Hügel wechseln sich ab, dazwischen gibt es zahlreiche Seen, die der Region den Namen gegeben haben. Der höchste Berg ganz Englands, Scafell Pike, befindet sich ebenfalls im Lake District. Alles in allem eine atemberaubende Gegend. In diese wunderschöne Landschaft eingebettet sind kleine Ortschaften, die an vergangene Zeiten erinnern und die ebenfalls einen Besuch lohnen. Zu ihnen zählen Ambleside, Bowness, Carlisle, Grasmere und Keswick, um nur einige wenige zu nennen.

 

Weitere Informationen zum Lake District  findet man unter:

https://www.nationaltrust.org.uk/features/an-introduction-to-the-lake-district-world-heritage-site

 

oder direkt auf der Seite des Nationalparks unter:

http://www.lakedistrict.gov.uk/caringfor/policies/whs/what-is-a-world-heritage-site

 

Bei den England Notes gibt es übrigens auch Informationen zu den Nationalparks von England unter:

https://www.englandnotes.com/nationalparks/

LIVERPOOL MERCANTILE CITY

Liverpool liegt direkt an der Flussmündung des Mersey, dort wo er in die Irische See fließt. Die Stadt hat eine enorme Bedeutung für den Handelsverkehr nach Übersee gespielt, für die Auswanderung nicht nur der britischen Bevölkerung in die Kolonien in Übersee, sondern für die Emigration aus ganz Nordeuropa. Auch im Sklavenhandel nach Nordamerika hat Liverpool als Hafenstadt eine wichtige Rolle gespielt. Damit hat Liverpool einen großen Anteil an der Entwicklung des britischen Kolonialreiches und der Rolle, die Großbritannien als Seemacht und Kolonialmacht einnahm. Der historische Hafen Liverpools, in dem noch viele alte Gebäude, Lagerhäuser, Hafenanlagen und Straßen erhalten sind bzw. restauriert wurden und werden, ist deshalb im Jahr 2004 auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes gesetzt worden.  Die Gegend erstreckt sich vom Albert Dock und die Gegend um RopeWalks über The Pier Head bis ins St. George’s Quarter. 

 

Weitere Informationen findet man unter:

https://www.visitliverpool.com/things-to-do/world-heritage-site-p105381

MARITIMES GREENWICH

Südlich von London befindet sich Greenwich. Hier wurden 1997 mehrere Gebäude, ja ein ganzer Gebäudekomplex zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Er umfasst das Queens House, das Royal Hospital for Seamen, das Royal Observatory und den Royal Park. Nicht nur architekturgeschichtlich sind die Gebäude von Bedeutung, sondern sie symbolisieren auch die wissenschaftliche und künstlerische Entwicklung des Landes im 17. Und 18. Jahrhundert, jener Zeit, während der die Gebäude nämlich entstanden.

 

Queens House war ursprünglich Teil des Royal Palaces, der hier stand. Es wurde im 17. Jahrhundert von Inigo Jones erbaut und war Vorbild für viele klassische Villen, die allerorts im Lande in den beiden folgenden Jahrhunderten erbaut werden sollten. Auf dem Gelände des Royal Observatory verläuft nebenbei gesagt der berühmte Nullmeridian, auf den sich die Besucher gern für Schnappschüsse stellen. Das Observatorium jedenfalls war wiederum ein Ort, an dem wichtige astrologische Erkenntnisse getätigt wurden, die u.a. von Bedeutung für England als Seefahrernation waren. Und als solche findet sich eben in Greenwich das Royal Hospital for Seamen, das im 17. Jahrhundert von Londons Stararchitekten Sir Christopher Wren entworfen und von ihm und anderen führenden Architekten erbaut wurde.  Der Royal Park wurde von André Le Nôtre entworfen und hier befindet sich auch das Royal Naval College – wichtiger traditionsreicher Ort für das Vereinigte Königreich als Seefahrernation.

 

Beliebte Besuchsziele für Touristen sind in Greenwich außerdem das Maritime Museum und der ehemalige Teeklipper Cutty Sark, den man hier besichtigen kann.

 

Weitere Informationen über Greenwich findet man unter:

http://www.visitgreenwich.org.uk/world-heritage-site/

 

Greenwich erreicht man am einfachsten mit der Docklands Light Railway (DLR). Es liegt in der Zone 2 des Londoner Verkehrsnetzes, circa 20 Minuten vom Londoner Stadtzentrum entfernt. Auch Züge halten in Greenwich und Bootstouren entlang der Themse fahren ebenfalls nach Greenwich, je nach Route der gebuchten Tour. Die U-Bahn-Linie Jubilee Line (graue Linie) fährt bis nach North Greenwich. Von dort geht es dann mit dem Bus ins Zentrum von Greenwich.

PALACE OF WESTMINSTER UND WESTMINSTER ABBEY

Der gesamte Gebäudekomplex des Palace of Westminster, der St. Margaret’s Church und der Westminster Abbey wurden gerade erst 2017 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

 

Der Palace of Westminster ist wohl besser bekannt und weitaus geläufiger unter dem Namen Houses of Parliament, also der beiden Häuser des Parlaments, die hier ihren Sitz haben. Ursprünglich wurde der Palace of Westminster von Edward dem Bekenner erbaut. Das erste Gebäude jedoch, Westminster Hall, wurde bereits 1097 von Wilhelm dem Eroberer erbaut. Seit 1567 ist der Palace of Westminster der Sitz des Parlaments. Da das Gebäude durch eine Brand im Jahre 1834 zerstört wurde, ließ man es unter der Agide von Sir Charles Barry in den Jahren 1840 bis 1888 neu errichten. Er verpasste dem Palace of Westminster ein neugotisches Aussehen mit dem Ziel, es an das Aussehen der Westminster Abbey anzugleichen. Teil des Palace of Westminster ist auch der berühmte Glockenturm Big Ben.

 

Die St. Margaret’s Church wurde eigentlich auch schon im 11. oder 12. Jahrhundert gegründet, ganz sicher ist man sich bzgl. des genauen Datums jedoch nicht.

 

Der Bau der Westminster Abbey geht ebenfalls auf Edward den Bekenner zurück. Im 13. Jahrhundert ersetzte man die ursprüngliche Kirche jedoch durch den gegenwärtigen gotischen Bau, der seitdem am Themseufer erstrahlt und Krönungsort der Monarchen ist. Auch Hochzeiten und Trauerfeiern der Könige und Königinnen werden hier abgehalten.

 

Man erreicht den Palace of Westminster und die Westminster Abbey ganz einfach über die U-Bahn-Station Westminster, über die Jubilee Line (graue Linie) oder die District und Circle Line (gelbe und grüne Linie). 

 

Bei den England Notes gibt es übrigens weitere Informationen über die Sehenswürdigkeiten in London unter diesem Link

Die 17 UNESCO-Weltkulturerbestätten in England: Palace of Westminster London
Blick entlang der Themse mit dem Palace auf Westminster und Westminster Abbey am Ufer

ROYAL BOTANIC GARDENS, KEW

Praktisch nur einen Katzensprung von London entfernt liegt Kew Gardens bzw. Royal Botanic Gardens, Kew, wie der offizielle Name des botanischen Gartens ist. In Kew verwirklichten sich einige der berühmtesten Landschaftsarchitekten Großbritanniens. Der Botanische Garten wurde 1759 eröffnet. Einerseits bietet er einen einzigartigen Einblick in die Botanik. Andererseits lässt er seine Besucher aber auch die Entwicklungen von Botanischen Gärten nachvollziehen. Der Botanische Garten Kew war ein Vorbild für viele andere Gärten dieser Art in ganz Europa, ja weltweit.

 

Es ist eine Entwicklung, die mit dem Anlegen von Gärten für Königshäuser und Adlige ihren Ursprung hatte. Im 19. Jahrhundert wurden viele dieser Gärten auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nun konnte sich ein jeder in den Gärten über Blumen und Pflanzen, die oft auch aus entfernten Ecken der Welt stammten, informieren und sie genießen. Generell sind die Botanischen Gärten aber natürlich immer ein Ort gewesen, an dem Wissen aus der Botanik gesammelt werden konnte und wo alle möglichen Pflanzen und Arten, die ganz besonders selten sind, gepflegt und erhalten werden konnten. Dies beiden großen Gewächshäuser in Kew, Temperate House und Palm House, sind hervorragende Beispiele dieser Tradition. Allein im Temperate House kann man heute 10.000 verschiedene Pflanzen besichtigen. Als das Gewächshaus 1863 eröffnet wurde, war es das größte Glashaus weltweit. Ebenso beeindruckend ist das Palm House, das 1844 eröffnet wurde.

 

Neben diesen traditionsreichen Gebäuden kann man in Kew heute außerdem auf dem „Treetop Walkway“ inmitten der Baumwipfel des Gartens entlang spazieren. Er erstreckt sich in einer Höhe von 18 Metern und bietet damit eine fantastische Sicht über den Botanischen Garten. Eine weitere Attraktion ist „The Hive“: Eine 17 Meter hohe Konstruktion, die einem Bienenstock nachempfunden wurde.

 

Weitere Informationen findet man auf der offiziellen Webseite von Kew Gardens:

https://www.kew.org/kew-gardens

 

Man erreicht den Botanischen Garten ganz einfach mit der U-Bahn, Station: Kew Gardens auf der District Line (grüne Linie) oder mit dem Zug, Station: Kew Bridge.

Adresse: Royal Botanic Gardens, Kew, in Richmond TW9 3QA.

Die 17 UNESCO-Weltkulturerbestätten in England: Royal Botanic Gardens Kew
Palm House im Botanischen Garten Kew

SALTAIRE

Saltaire ist ein Dorf, das sich ganz in der Nähe von Bradford, in der Grafschaft West Yorkshire befindet. Gegründet wurde Saltaire im Jahr 1851 und 2001 wurde es zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

 

Am Fluss Aire wurde 1853 die Salt Mill eröffnet. Benannt wurde sie nach dem Mann, der die Textilfabrik und den dazugehörigen Ort, eben Saltaire, erbauen ließ, nämlich Sir Titus Salt. Die Fabrik kann heute noch kostenlos besichtigt werden. Der Ort wurde von ihrem Gründer nach den damals herrschenden modernsten sozialen Vorstellungen und Ideen erbaut. Deshalb gab es also zahlreiche gemeinnützige Gebäude wie ein Armenhaus, eine Bibliothek, ein Krankenhaus und Parkanlagen.

 

Saltaire sieht auch heute noch genau so aus wie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Mit seinen Textilfabriken und seiner Architektur, mit den Gebäuden, in denen einst die Arbeiter der Textilfabriken wohnten, ist Saltaire ein typisches Beispiel einer Ortschaft zu den Hochzeiten der industriellen Revolution und des viktorianischen Englands. Es diente als Vorbild bei der Erbauung ähnlicher Orte im Land.

 

 

Weitere Informationen findet man auf der Webseite von Saltaire unter:

http://www.saltairevillage.info/

 

oder auf der UNESCO-Seite:

https://whc.unesco.org/en/list/1028

STUDLEY ROYAL PARK

Im nördlichen Teil der Grafschaft Yorkshire befindet sich der Studley Royal Park. Im Park kann man die einfach spektakulären gigantischen Wassergärten Studley Royal Water Garden besuchen. Außerdem befindet sich auf dem Gelände Fountains Abbey.  Heute sind von der ehemaligen Zisterzienserabtei nur noch die Ruinen zu sehen. Noch relativ gut erhalten ist die ehemalige Kirche, die zu der Anlage gehört. Doch man bekommt auch so eine sehr gute Vorstellung davon, wie riesengroß die Anlage gewesen sein muss. Denn die Abtei zählte zu den größten und reichsten im ganzen Land. 1539 ereilte sie das gleiche Schicksal wie viele andere kirchliche Einrichtungen zur Regierungszeit von Heinrich VIII. Er trennte sich von der katholischen Kirche und so wurde auch Fountain Abbey aufgelöst.

 

Das gesamte Gelände lädt zu ausgiebigen Spaziergängen in der Natur ein und es gibt zahlreiche Wander- und Spazierwege.

 

Weitere Informationen findet man auch unter:

https://www.nationaltrust.org.uk/fountains-abbey-and-studley-royal-water-garden

 

Informationen zu empfohlenen Spaziergängen:

https://www.nationaltrust.org.uk/fountains-abbey-and-studley-royal-water-garden/features/walking-at-fountains-abbey-and-studley-royal

TOWER OF LONDON

Der Tower of London wurde 1988 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Das Herzstück ist der White Tower, den Wilhelm der Eroberer 1066 nach der Eroberung Englands errichten ließ. Er wurde zum Wohnsitz des Monarchen und diente gleichzeitig als Schutz gegen Feinde. Er ist ein grandioses Beispiel normannischer Architektur. Außerdem befindet sich auf dem Gelände mit St. John die älteste Kirche von London, die 1080 erbaut wurde.  Der Tower war im Mittelalter und dann bis Anfang des 16. Jahrhunderts Wohnsitz. Gleichzeitig war er aber über die Jahrhunderte hinweg auch immer schon Festung und Gefängnis. Zahlreiche Feinde der Monarchie wurden hier hingerichtet und sind auch im Tower beerdigt. Unter ihnen drei der sechs Frauen von Heinrich VIII., Anne Boleyn, Catherine Howard und Jane Grey, aber auch Thomas Moore fand hier sein Ende. 

 

Heute wird der Tower als Museum genutzt. Man kann hier die ehemaligen Gemächer der Monarchen besichtigen, ebenso wie die Rüstungskammer mit zahlreichen Rüstungen einstiger Könige des Landes. Außerdem kann man in den Dungeon hinabsteigen oder die Kronjuwelen, die im Tower aufbewahrt werden, besichtigen. Zum Tower gehören auch die Wächter, die berühmten Beefeater in ihren roten Uniformen, ebenso wie die Raben, die hier leben. Der Legende nach stünde der Untergang des Landes bevor, würden die Raben den Tower of London verlassen. Kein Wunder also, dass sie hier gehegt und gepflegt werden!

 

Weitere Informationen über den Tower of London kann man auf der offiziellen Webseite finden unter:

https://www.hrp.org.uk/tower-of-london/#gs.=kGEmkM

 

Man erreicht den Tower am einfachsten über die Circle und District Line der Londoner-U-Bahn, U-Bahn-Station Tower Hill.

 

Bei den England Notes gibt es übrigens weitere Informationen über die Sehenswürdigkeiten in London unter diesem Link

Die 17 UNESCO-Weltkulturerbestätten in England: Tower of London
Blick auf den Tower of London