Ein englischer Garten hat etwas, das viele Menschen sofort berührt. Er wirkt nicht streng, nicht glatt und nicht übermäßig geplant – und ist doch oft meisterhaft gestaltet. Rosen wachsen über Bögen, Stauden lehnen sich an Wege, Fingerhut ragt zwischen Farnen empor, Lavendel duftet an sonnigen Plätzen, und irgendwo steht vielleicht eine kleine Bank, auf der man mit einer Tasse Tee den Blick über die Beete schweifen lassen kann.
Genau dieses Gefühl macht englische Gärten so besonders: Sie wirken lebendig, üppig, romantisch und ein wenig zeitlos. Nicht alles muss perfekt sein. Im Gegenteil: Ein englisch inspirierter Garten darf so aussehen, als sei er über Jahre gewachsen. Pflanzen dürfen sich versamen, Beete dürfen weich und voll wirken, Blüten dürfen sich mischen. Entscheidend ist nicht die einzelne Pflanze, sondern das Zusammenspiel.
Wenn du deinen eigenen Garten, Kleingarten, Vorgarten, Balkon oder Sitzplatz im englischen Stil gestalten möchtest, brauchst du dafür kein Herrenhaus und keinen riesigen Park. Auch ein kleines Beet kann Cottage-Garden-Flair bekommen. Wichtig sind die richtigen Pflanzen, eine gute Mischung aus Höhen, Farben und Blütezeiten – und ein wenig Mut zur Fülle.
Auf dieser Seite findest du Ideen, typische Pflanzen, Pflanzlisten und Gestaltungstipps für einen Garten wie in England: mit Rosen, Stauden, Kräutern, Kletterpflanzen, Duft, Farbe und natürlichem Charme.
Wenn man von einem „englischen Garten“ spricht, können sehr unterschiedliche Gartentypen gemeint sein. Es gibt formale englische Gärten mit geschnittenen Hecken, langen Sichtachsen und klassischen Rasenflächen. Es gibt große Landschaftsparks mit alten Bäumen, Seen und weiten Wiesen. Und es gibt den romantischen Cottage Garden, der vielen Menschen besonders ans Herz geht.
Für deinen eigenen Garten ist vor allem der Cottage-Garden-Stil spannend. Er ist blütenreich, lebendig und vergleichsweise gut auf kleinere Flächen übertragbar. Typisch sind dicht bepflanzte Beete, Rosen, Stauden, Kräuter, Kletterpflanzen, alte Sorten, duftende Blüten und eine gewisse charmante Unordnung.
Ein englisch inspirierter Garten wirkt selten leer. Er lebt von Schichten: niedrige Pflanzen am Beetrand, mittelhohe Stauden in der Mitte, hohe Blütenkerzen, Rosensträucher, Kletterpflanzen am Zaun oder am Gartenhaus. Dazu kommen Wege, kleine Sitzplätze, vielleicht ein Rankbogen, eine Bank, ein alter Topf, eine Vogeltränke oder ein Gartentisch.
Wichtig ist aber: Auch wenn er natürlich aussieht, folgt ein englischer Garten meist einigen Grundprinzipien.
Bevor du Pflanzen auswählst, hilft es, den Stil etwas einzugrenzen. Denn „englisch“ kann im Garten vieles bedeuten.
Der Cottage Garden ist wahrscheinlich der romantischste Stil. Er ist dicht bepflanzt, blütenreich und ländlich. Rosen, Stauden, Kräuter, Stockrosen, Fingerhut, Lavendel und kleine Wege gehören hier wunderbar hinein. Dieser Stil passt gut zu Kleingärten, Hausgärten, Vorgärten und Beeten rund um Gartenhäuser.
Der Landhaus Garten wirkt etwas großzügiger. Er kann Rasenflächen, Hecken, Staudenrabatten, Rosenbeete, Obstbäume und Sitzplätze umfassen. Er ist weniger verspielt als der Cottage Garden, aber immer noch warm, natürlich und einladend.
Der formale englische Garten ist stärker gestaltet. Hier findest du geschnittene Hecken, klare Wege, symmetrische Beete, Buchsformen, Sichtachsen und ruhige Flächen. Dieser Stil ist elegant, braucht aber meist mehr Pflege und mehr Struktur.
Für die meisten privaten Gärten in Deutschland eignet sich eine Mischung besonders gut: ein bisschen Cottage Garden, ein bisschen englischer Landhausgarten, vielleicht eine kleine formale Struktur durch Wege, Beeteinfassungen oder wiederkehrende Pflanzen.
Ein englischer Garten lebt von vertrauten Pflanzen, die gut miteinander harmonieren. Viele davon wachsen auch in deutschen Gärten sehr gut, wenn Standort und Boden passen.
Besonders wichtig sind diese Pflanzengruppen:
Je besser du diese Gruppen kombinierst, desto lebendiger wirkt dein Garten. Ein Beet nur aus Rosen kann schön sein, aber oft etwas steif wirken. Rosen mit Lavendel, Katzenminze, Frauenmantel, Storchschnabel und Fingerhut dagegen erzeugen sofort mehr Tiefe und Natürlichkeit.
Rosen gehören für viele Menschen untrennbar zu englischen Gärten. Sie bringen Duft, Romantik, Farbe und eine gewisse klassische Eleganz. Besonders schön wirken sie nicht allein, sondern in Kombination mit Stauden und Kräutern.
Strauchrosen wirken natürlich und füllen Beete gut aus. Sie passen wunderbar in Cottage Gärten, weil sie nicht zu streng aussehen.
Englische Rosen sind oft stark gefüllt, duftend und nostalgisch in ihrer Wirkung. Sie passen besonders gut zu romantischen Beeten.
Historische Rosen wirken charmant und altmodisch im besten Sinne. Viele von ihnen duften wunderbar, blühen jedoch je nach Sorte nicht immer den ganzen Sommer. Dafür sind sie wichtig für Bienen und Insekten.
Kletterrosen eignen sich für Rankbögen, Pergolen, Zäune, Hauswände oder Gartenhäuser. Sie bringen Höhe in den Garten.
Ramblerrosen wachsen besonders kräftig und eignen sich eher für größere Gärten, alte Bäume, hohe Pergolen oder robuste Rankhilfen.
Beim Rosenkauf solltest du auf Standort, Wuchshöhe, Duft, Blühdauer und Gesundheit achten. Für kleinere Gärten sind kompakte Strauchrosen oder niedrigere Kletterrosen oft praktischer als stark wachsende Rambler.
Schöne Rosenbegleiter sind Katzenminze, Lavendel, Frauenmantel, Storchschnabel, Salbei, Phlox, Rittersporn und Zierlauch. Sie lockern das Beet auf und sorgen dafür, dass die Rosen nicht allein stehen.
Stauden sind das Rückgrat vieler englischer Beete. Sie kommen Jahr für Jahr wieder und sorgen für Farbe, Struktur und Fülle. Gerade im Cottage Garden sind sie unverzichtbar.
Besonders typisch wirken:
Frauenmantel mit weichen, gelbgrünen Blüten und rundlichen Blättern. Er eignet sich gut für Beetkanten und als Begleiter zu Rosen.
Storchschnabel ist vielseitig, pflegeleicht und in vielen Sorten erhältlich. Er füllt Lücken, wächst natürlich und passt sehr gut zu Rosen und anderen Stauden.
Katzenminze bringt eine lockere, blauviolette Blüte und ist eine wunderbare Rosenbegleiterin. Sie wirkt leicht, duftet angenehm und ist bei Insekten beliebt.
Rittersporn sorgt mit hohen Blütenkerzen für dramatische Höhe. Er ist ein Klassiker in englischen Staudenbeeten, braucht aber einen guten Standort und etwas Pflege.
Phlox bringt sommerliche Fülle und Duft. Er passt sehr gut in romantische Beete und wirkt besonders schön in Rosa, Weiß, Violett oder zarten Blautönen.
Pfingstrosen blühen im Frühsommer üppig und nostalgisch. Sie sind langlebig und können über viele Jahre immer schöner werden.
Astern bringen im Herbst Farbe ins Beet. Sie sind wichtig, damit der Garten nach dem Hochsommer nicht plötzlich leer wirkt.
Glockenblumen, Margeriten, Schafgarbe, Salbei und Sonnenhut können je nach Stil ebenfalls sehr gut passen.
Bei Stauden ist es sinnvoll, nicht von jeder Pflanze nur ein Exemplar zu setzen. Wiederholungen wirken ruhiger. Drei bis fünf Pflanzen einer Sorte können ein Beet viel harmonischer machen als viele Einzelpflanzen nebeneinander.
Manche Pflanzen erzeugen sofort Cottage-Garden-Stimmung. Dazu gehören Fingerhut, Stockrosen und Akelei.
Fingerhut wirkt mit seinen hohen Blütenkerzen besonders romantisch. Er passt gut an halbschattige Plätze, an Gehölzränder, in lockere Staudenbeete oder in naturnahe Gartenecken. Wichtig: Fingerhut ist giftig und sollte mit Bedacht gepflanzt werden, besonders wenn Kinder oder Haustiere regelmäßig im Garten unterwegs sind.
Stockrosen sind klassische Pflanzen für Mauern, Zäune und Hauswände. Ihre hohen Blütenstände wirken ländlich und nostalgisch. Sie brauchen einen sonnigen, möglichst geschützten Platz, weil sie bei Wind leicht kippen können.
Akelei ist zarter und verspielter. Sie blüht im Frühjahr bis Frühsommer und versamt sich gern. Dadurch taucht sie manchmal an überraschenden Stellen wieder auf – genau das passt wunderbar zum natürlichen Charme eines Cottage Gardens.
Diese Pflanzen sind nicht immer streng planbar. Gerade das macht sie reizvoll. Sie bringen Leichtigkeit in den Garten und sorgen dafür, dass er nicht zu künstlich wirkt.
Ein englisch inspirierter Garten sollte nicht nur schön aussehen, sondern auch duften. Kräuter und Duftpflanzen sind dafür ideal. Sie passen an Wege, in Beetränder, an Sitzplätze, in Hochbeete oder in Töpfe.
Lavendel ist einer der bekanntesten Klassiker. Er liebt Sonne und durchlässigen Boden. Besonders schön wirkt er an Wegen, vor Rosen oder rund um Sitzplätze.
Salbei bringt schöne Blüten, aromatische Blätter und Struktur. Er passt sehr gut in sonnige Beete.
Thymian eignet sich für trockene, sonnige Bereiche, Töpfe oder Beetkanten.
Rosmarin wirkt mediterran, kann aber in geschützten Lagen sehr schön sein. In raueren Gegenden ist ein Topf oft sicherer.
Minze duftet wunderbar und passt gut zur Tea-Time-Idee, sollte aber besser im Topf wachsen, weil sie sich stark ausbreiten kann.
Zitronenmelisse, Schnittlauch, Oregano und Borretsch können ebenfalls gut in einen naturnahen Cottage Garden passen.
Kräuter verbinden Schönheit und Nutzen. Du kannst sie ansehen, riechen, ernten und in der Küche verwenden. Genau diese Verbindung aus Alltag und Garten macht den Cottage-Garden-Stil so sympathisch.
Ohne Höhe wirkt ein Garten schnell flach. Kletterpflanzen helfen, Räume zu schaffen. Sie rahmen Wege, begrünen Zäune, schmücken Gartenhäuser und machen aus einfachen Bögen romantische Blickpunkte.
Besonders passend sind:
Kletterrosen für Bögen, Pergolen, Zäune und Hauswände.
Clematis als elegante Kletterpflanze mit vielen Sorten, Farben und Blütezeiten.
Geißblatt für Duft, Natürlichkeit und romantische Abendstimmung.
Duftwicken als einjährige Kletterblumen für Zäune, Rankgitter oder Töpfe.
Wilder Wein oder Efeu können ebenfalls wirken, sollten aber je nach Standort und Wuchsfreude bewusst eingesetzt werden.
Sehr schön ist die Kombination aus Kletterrose und Clematis. Sie kann über längere Zeit blühen und wirkt typisch romantisch. Achte aber darauf, dass beide Pflanzen genug Platz, Licht und eine stabile Rankhilfe haben.
Auch ein Gartenhaus kann durch Kletterpflanzen viel charmanter wirken. Eine Rose am Eingang, Clematis an einer Seitenwand oder Duftwicken an einem Rankgitter verwandeln eine einfache Laube schnell in einen kleinen Cottage-Blickfang.
Ein englisch inspirierter Garten beginnt nicht erst mit Rosen und Lavendel. Schon im Frühling kannst du viel Atmosphäre schaffen.
Narzissen sind dafür besonders schön. Sie wirken natürlich, fröhlich und passen wunderbar unter Gehölze, an Wege oder in lockere Rasenbereiche. Auch Tulpen können gut passen, vor allem in sanften Farben oder historischen Sorten. Vergissmeinnicht, Primeln, Akelei, Lungenkraut und frühe Storchschnabel-Arten bringen zusätzliche Farbe.
Wenn du im Herbst Blumenzwiebeln setzt, kannst du sie bereits im Frühjahr genießen. Besonders schön ist es, wenn Zwiebelblumen zwischen Stauden auftauchen. Sobald die Stauden später austreiben, verdecken sie das vergilbende Laub der Zwiebelblumen.
Für den englischen Stil eignen sich vor allem natürliche, nicht zu grelle Kombinationen: Creme, Gelb, Weiß, Blau, zartes Rosa und Violett.
Der Sommer ist die große Bühne des englischen Gartens. Jetzt blühen Rosen, Lavendel, Katzenminze, Phlox, Rittersporn, Fingerhut, Stockrosen, Glockenblumen, Margeriten und viele einjährige Blumen.
In dieser Zeit darf der Garten üppig sein. Pflanzen dürfen sich berühren, Wege dürfen von Blüten begleitet werden, und Beete dürfen ineinander übergehen. Wichtig ist nur, dass du ein wenig Struktur behältst. Wiederkehrende Farben, klare Wege oder einzelne höhere Pflanzen helfen, damit die Fülle nicht chaotisch wirkt.
Besonders schön sind Kombinationen wie:
Der Sommergarten lebt auch von Pflege. Verblühtes Entfernen, Gießen in trockenen Phasen und gelegentliches Stützen hoher Stauden helfen, die Beete länger schön zu halten.
Viele Gärten verlieren nach dem Hochsommer ihre Wirkung. Ein englisch inspirierter Garten sollte deshalb auch Herbstpflanzen enthalten.
Astern, Herbstanemonen, späte Rosen, Gräser, Fetthenne, Sonnenhut und einige Salbei-Arten können bis weit in den Herbst hinein schön sein. Auch Samenstände dürfen stehen bleiben, wenn sie dekorativ wirken und Vögeln oder Insekten nutzen.
Im Herbst verändert sich die Atmosphäre. Der Garten wird ruhiger, wärmer und etwas nostalgischer. Dunklere Farben, goldene Gräser, letzte Rosen und Astern in Violett oder Rosa passen wunderbar zum englischen Landhausgefühl.
Wenn du deinen Garten planst, denke deshalb nicht nur an Mai und Juni. Ein gutes Beet braucht Pflanzen für verschiedene Jahreszeiten.
Die folgende Tabelle gibt dir eine erste Orientierung. Die Angaben sind allgemein gehalten und können je nach Sorte, Boden, Klima und Pflege abweichen.
| Pflanze | Botanischer Name | Blütezeit | Standort | Höhe (circa) | Wirkung im englisch Garten |
| Rose | Rosa | Juni bis Oktober, je nach Sorte | Sonne | 60 bis 250 cm | romantisch, duftend, klassisch |
| Kletterrose | Rosa | Juni bis Oktober, je nach Sorte | Sonne | 200 bis 400 cm | ideal für Bögen, Zäune und Gartenhäuser |
| Fingerhut | Digitalis | Juni bis Juli | Halbschatten bis Sonne | 80 bis 150 cm | hohe Blütenkerzen, sehr romantisch |
| Stockrose | Alcea rosea | Juli bis September | Sonne | 150 bis 250 cm | klassisch an Mauern und Zäunen |
| Lavendel | Lavandula | Juni bis August | Sonne | 40 bis 80 cm | Duft, Struktur, Rosenbegleiter |
| Frauenmantel | Alchemilla mollis | Juni bis Juli | Halbschatten | 30 bis 50 cm | weiche Beetkanten, harmonische Füllpflanze |
| Storchschnabel | Geranium | Mai bis September | Sonne bis Halbschatten | 20 bis 70 cm | pflegeleicht, natürlich, lückenfüllend |
| Katzenminze | Nepeta | Mai bis September | Sonne | 30 bis 70 cm | duftend, locker, ideal zu Rosen |
| Rittersporn | Delphinium | Juni bis Juli | Sonne | 100 bis 180 cm | elegante Höhe, klassisches Staudenbeet |
| Pfingstrose | Paeonia | Mai bis Juni | Sonne | 70 bis 100 cm | üppig, nostalgisch, langlebig |
| Phlox | Phlox paniculata | Juli bis September | Sonne bis Halbschatten | 60 bis 120 cm | sommerliche Fülle und Duft |
| Akelei | Aquilegia | Mai bis Juni | Halbschatten bis Sonne | 40 bis 80 cm | zart, verspielt, versamt sich gern |
| Clematis | Clematis | je nach Sorte April bis September | Sonne/Halbschatten | 150 bis 400 cm | elegante Kletterpflanze |
| Duftwicke | Lathyrus odoratus | Juni bis September | Sonne | 120 bis 200 cm | Duft, Leichtigkeit, einjährig |
| Herbstaster | Aster/Symphyotrichum | August bis Oktober | Sonne | 40 bis 140 cm | verlängert die Blütezeit |
| Salbei | Salvia | Juni bis September | Sonne | 30 bis 80 cm | bienenfreundlich, aromatisch, strukturbildend |
Ein Garten wirkt nur dann dauerhaft schön, wenn die Pflanzen zum Standort passen. Der englische Stil lässt sich nicht erzwingen, indem man jede romantische Pflanze überall setzt. Lavendel liebt Sonne und durchlässigen Boden. Fingerhut kommt auch mit Halbschatten zurecht. Farne fühlen sich eher in schattigen, frischeren Bereichen wohl.
| Standort | Geeignete Pflanzen | Besonderheit |
| sonnig und trocken | Lavendel, Katzenminze, Salbei, Thymian, Rosen | gut für Wege, Sitzplätze und warme Beete |
| sonnig und nährstoffreich | Rosen, Rittersporn, Phlox, Pfingstrosen, Astern | ideal für klassische Staudenbeete |
| Halbschatten | Fingerhut, Akelei, Storchschnabel, Frauenmantel, Glockenblumen | schön für Gehölzränder und romantische Beete |
| Schatten, lichter Schatten | Farne, Funkien, Wald-Storchschnabel, Fingerhut | eher Waldgebiet-artiger englischer Stil |
| am Zaun oder an Mauern | Stockrosen, Kletterrosen, Clematis, Geißblatt | schafft Höhe und Cottage-Charme |
| in Töpfen | Lavendel, Kräuter, kleine Rosen, Duftwicken, Salbei | gut für Balkon, Terrasse und kleine Gärten |
Ein guter englischer Garten hat nicht nur eine kurze Blütenspitze. Er verändert sich über Monate. Mit einem einfachen Blütezeit-Kalender kannst du besser planen.
| Zeitraum | Pflanzenideen |
| sonnig und trocken | Lavendel, Katzenminze, Salbei, Thymian, Rosen |
| sonnig und nährstoffreich | Rosen, Rittersporn, Phlox, Pfingstrosen, Astern |
| Halbschatten | Fingerhut, Akelei, Storchschnabel, Frauenmantel, Glockenblumen |
| Schatten, lichter Schatten | Farne, Funkien, Wald-Storchschnabel, Fingerhut |
| am Zaun oder an Mauern | Stockrosen, Kletterrosen, Clematis, Geißblatt |
| in Töpfen | Lavendel, Kräuter, kleine Rosen, Duftwicken, Salbei |
Ein englisch inspirierter Garten muss nicht nur schön sein, sondern kann auch gleichzeitig wertvoll für Insekten sein. Viele Cottage-Garten-Pflanzen bieten Nektar und Pollen und bringen Leben in den Garten.
| Pflanzen | Nutzen | Standort | Bemerkung |
| Lavendel | beliebt bei Bienen und Schmetterlingen | Sonne | duftet, passt gut zu Rosen |
| Katzenminze | zieht viele Insekten an | Sonne | lange Blütezeit, pflegeleicht |
| Salbe | gute Insektenpflanze | Sonne | aromatisch und dekorativ |
| Thymian | wertvoll für kleine Insekten | Sonne | ideal an Beetkanten |
| Fingerhut | besonders attraktiv für Hummeln | Halbschatten/Sonne | giftig, mit Bedacht pflanzen |
| Akelei | frühe Blüten, natürliche Wirkung | Halbschatten/Sonne | versamt sich gern |
| Phlox | duftend, sommerliche Blüte | Sonne/Halbschatten | gut im Staudenbeet |
| Astern | späte Nahrung im Herbst | Sonne | wichtig für lange Gartensaison |
| Geißblatt | duftend, auch für Nachtfalter interessant | Sonne/Halbschatten | schön an Pergolen und Zäunen |
Besonders wertvoll sind ungefüllte oder halbgefüllte Blüten, weil Insekten dort leichter an Nektar und Pollen gelangen. Stark gefüllte Blüten sehen oft prächtig aus, bieten aber nicht immer denselben Nutzen.
Damit aus einzelnen Pflanzen ein Gartenbild entsteht, lohnt es sich, in Beet Kombinationen zu denken.
Beet Idee 1: Romantisches Rosen-Stauden-Beet
Für ein sonniges Beet kannst du Rosen mit Katzenminze, Frauenmantel, Storchschnabel und Lavendel kombinieren. Die Rosen bilden den Mittelpunkt, Katzenminze und Lavendel bringen Duft und lockere Blüten, Frauenmantel weiche Übergänge und Storchschnabel natürliche Fülle.
Geeignet für: sonnige Hausgärten, Vorgärten, Beete an Wegen
Wirkung: romantisch, klassisch, blütenreich
Farben: Rosa, Creme, Violett, Silbergrau, Grün
Beet Idee 2: Cottage-Beet am Zaun
An einem Zaun oder einer Mauer passen Stockrosen, Fingerhut, Phlox, Akelei und Storchschnabel sehr gut. Wenn Platz ist, kann eine Kletterrose oder Clematis zusätzlich Höhe schaffen.
Geeignet für: Zäune, Gartenhäuser, Mauern, Kleingartenlauben
Wirkung: ländlich, romantisch, natürlich
Farben: Rosa, Weiß, Violett, Blau
Beet Idee 3: Duftender Sitzplatz
Rund um einen Sitzplatz wirken Lavendel, Salbei, Thymian, Katzenminze, Rosen und Duftwicken besonders schön. Hier geht es nicht nur um Farbe, sondern auch um Geruch und Atmosphäre.
Geeignet für: Terrasse, Gartenbank, Gartenhaus, Balkon
Wirkung: duftend, ruhig, einladend
Farben: Violett, Blau, Creme, Rosa, Grün
Beet Idee 4: Halbschattiger Cottage-Rand
Nicht jeder Garten ist sonnig. Für halbschattige Bereiche eignen sich Fingerhut, Akelei, Frauenmantel, Storchschnabel, Farne und Glockenblumen. Dieser Stil wirkt etwas waldiger und sehr natürlich.
Geeignet für: Gehölzränder, schattigere Gartenecken, Nordseiten mit Licht
Wirkung: ruhig, romantisch, naturnah
Farben: Weiß, Blau, Violett, zartes Rosa, Grün
Auch ein kleiner Garten kann englisch wirken. Du brauchst dafür keine große Rasenfläche und keine meterlangen Staudenrabatten. Entscheidend ist, dass du die Fläche gut nutzt.
Setze auf Höhe: Kletterrosen, Clematis, Duftwicken, Rank Gitter und schmale Obelisken schaffen vertikale Wirkung.
Arbeite mit Töpfen: Lavendel, Kräuter, kleine Rosen, Salbei, Duftwicken und sogar manche Clematis können in ausreichend großen Gefäßen wachsen.
Wähle Pflanzen mit langer Wirkung: Storchschnabel, Katzenminze, Lavendel, Salbei und Astern bringen über längere Zeit Struktur oder Blüte.
Begrenze die Farbpalette: Zwei bis drei Hauptfarben wirken auf kleiner Fläche harmonischer als zu viele verschiedene Töne.
Nutze Sitzplätze bewusst: Eine kleine Bank mit Blick auf ein Rosenbeet, ein Tisch mit Teetasse oder ein Rank Bogen am Eingang können mehr England-Gefühl schaffen als ein großes, aber ungeplantes Beet.
Wenn du keinen Garten hast, kannst du trotzdem englisches Gartenflair schaffen. Balkon und Terrasse lassen sich mit Töpfen, Kletterhilfen, Kräutern und passenden Farben gestalten.
Geeignet sind zum Beispiel:
Wichtig ist, dass die Gefäße groß genug sind und Wasser gut ablaufen kann. In Töpfen trocknen Pflanzen schneller aus als im Beet. Dafür kannst du sie sehr gezielt zusammenstellen und bei Bedarf umstellen.
Ein kleiner Balkontisch, eine Tasse Tee, Lavendelduft und ein paar blühende Töpfe können bereits erstaunlich viel Cottage-Garten-Gefühl erzeugen.
Wenn du Pflanzen für einen englisch inspirierten Garten kaufst, solltest du nicht nur nach schönen Bildern entscheiden. Wichtig sind Standort, Boden, Wuchshöhe, Pflegeaufwand und Winterhärte.
Prüfe vor dem Kauf:
Besonders bei Rosen lohnt es sich, auf robuste Sorten zu achten. Bei Stauden ist es sinnvoll, nicht zu klein zu planen. Viele Stauden brauchen ein bis zwei Jahre, bis sie richtig eingewachsen sind.
Wenn du online Pflanzen bestellst, achte auf Lieferzeit, Pflanzzeit und Topfgröße. Gerade im Frühjahr kann es sinnvoll sein, früh zu planen, bevor beliebte Sorten ausverkauft sind.
Was ist typisch für einen englischen Garten?
Typisch für einen englischen Garten sind üppige Pflanzungen, Rosen, Stauden, Kletterpflanzen, Duft, weiche Übergänge, Sitzplätze, Wege und ein natürlicher, gewachsener Eindruck. Besonders der Cottage Garten wirkt blütenreich, romantisch und etwas ungezwungen.
Welche Pflanzen sind typisch für einen englischen Cottage Garten?
Typische Pflanzen sind Rosen, Lavendel, Frauenmantel, Storchschnabel, Katzenminze, Fingerhut, Stockrosen, Akelei, Rittersporn, Phlox, Pfingstrosen, Clematis, Duftwicken und Astern. Wichtig sind niedrigere, mittlere und hohe Pflanzen im Beet strategisch zu pflanzen.
Kann man einen englischen Garten auch in Deutschland anlegen?
Ja, viele Pflanzen des englischen Cottage-Garten-Stils wachsen auch in Deutschland gut. Wichtig ist, die Pflanzen passend zu Boden, Klima und Standort auszuwählen. In sehr trockenen oder heißen Lagen solltest du besonders auf robuste, trockenheitsverträgliche Arten achten.
Welche Rosen passen in einen englischen Garten?
Gut geeignet sind Strauchrosen, englische Rosen, historische Rosen, Kletterrosen und kleinere Ramblerrosen. Wichtig sind robuste Sorten, ein sonniger Standort und ausreichend Platz. Besonders schön wirken Rosen in Kombination mit Stauden wie Katzenminze, Frauenmantel, Storchschnabel oder Lavendel.
Welche Stauden wirken typisch englisch?
Typisch englisch wirken unter anderem Rittersporn, Phlox, Frauenmantel, Storchschnabel, Katzenminze, Pfingstrosen, Astern, Akelei, Glockenblumen und Salbei. Sie sorgen für Fülle, Farbe und lange Blütezeiten.
Welche Pflanzen passen gut zu Rosen?
Zu Rosen passen Katzenminze, Lavendel, Frauenmantel, Storchschnabel, Salbei, Zierlauch, Phlox, Rittersporn und Schleierkraut. Diese Begleiter lockern Rosenbeete auf und sorgen für einen natürlichen Cottage-Garten-Look.
Welche Pflanzen eignen sich für kleine Gärten im englischen Stil?
Für kleine Gärten eignen sich kompakte Rosen, Lavendel, Katzenminze, Storchschnabel, Frauenmantel, Salbei, Akelei, Duftwicken und Clematis. Wichtig ist, auch in kleinen Gärten mit Höhe zu arbeiten, zum Beispiel durch Rankgitter, Obelisken oder Kletterpflanzen.